Langwiesen
Ich wurde am 9. August 1971 geboren. Bis zu den Sommerferien 1977 wohnten wir (meine Eltern Gisi und Werni sowie meine Schwester Marion) in Langwiesen. Langwiesen ist irgendwie bereits städtisch - und doch ist man auf dem Land. Schnell am Wasser (Rhein), aber auch schnell im Grünen (Kohlfirst). Zu dieser Zeit gab es im selben Block eine Poststelle, über die Strasse eine Tankstelle, einen Supermarkt (CHD, später Waro), ein Restaurant sowie einen Bahnhof. Der Kindergarten, ein Spielplatz und die Badi waren auch nicht weit - was will man mehr. Und auch das Paradiesli! Im Park des ehemaligen Klosters bei Schlatt TG war ich beinahe jeden Tag.

Kindergarten Langwiesen 1976



Dörflingen
1977 zogen wir nach Dörflingen. Hier ging ich noch in den Kindergarten und danach zur Schule (Unter- und Mittelstufe). Damals war Dörflingen noch ein beschauliches Dorf mit knapp 500 Einwohnern. Als Einkaufsmöglichkeit gab es ein Lädeli, einen Getränkehändler, die Milchhütte sowie zwei fahrende Läden (Migros-Wagen, Duber). Dörflingen ist mehrheitlich von der Landesgrenze zu Deutschland umringt. Immerhin 800m Rheinufer gehören zum Dorf.

Die Oberstufe besuchte ich in Schaffhausen, im schön gelegenen Schulhaus Alpenblick.
Vor einiger Zeit habe ich mich beim Vorgänger von www.stayfriends.ch eingetragen - und, tatsächlich, René, einen ehemaligen Schulfreund, nach etwa 20 Jahren wieder getroffen!
Ich hasste es als Schüler immer hören zu müssen, diese Zeit müsse man geniessen - das ist aber wirklich so... damals wollte ich keinen Tag länger in die Schule - das mussten wir ja. Aber was wir alles in so kurzer Zeit erlebten!

Lehre
Nach verschiedenen Schnupperlehren (Maschinenmechaniker, Elektromonteur) entschied ich mich Elektromonteur zu lernen. Ich erhielt eine Lehrstelle bei der damaligen Firma Langthim, Schaffhausen.
Meine Kollegen in der Gewerbeschule Schaffhausen (damals GIBS, etwa im 4. Lehrjahr, Emo, der rechts oben / hinten bin ich):

GIBS, ca. 1991
GIBS, ca. 1991



Töffliziit
Viel los war auch im Ausgang. 1987 kaufte ich mir ein Töffli - einen PUCH MAXI N (Strada), vor allem auch um zum Lehrbetrieb und den Baustellen zu gelangen. Auszug aus den technischen Daten: Grösste Nutzleistung: 0.88kW, Gesamthubraum: 48,4ccm, elektrische Anlage 6V, Höchstgeschwindigkeit: 30km/h, Warnvorrichtung: Glocke.
Zusammen mit Kollegen verbrachten wir die Wochenenden mit Videoabenden, Partys usw. Die Kollegen trugen wohlklingende Namen wie Samson, Pöschtler oder Tweety! Auch die Ferien verbrachten wir oft zusammen, unter anderem im Tessin und in Paris.
Anzutreffen waren wir auch in der "Chisi", im "Chäller", im "O.K.", an der "Iisdisco" und so weiter.
Aktuelle Berichte und Websites zeigen, dass der "Hobel" noch nicht ausgestorben ist!

Paris, ca. 1989, Pöschtler, Tweety und Samson
Paris, ca. 1989, Pöschtler, Tweety und Samson



Chäller
Im "Chäller" (Jugendkeller Schaffhausen) waren zeitweise alle Kollegen in einer "AG", organisierten also die Anlässe und führten sie durch - von den Dienstplänen, den Plakaten, der Musikauswahl über Kasse bis zur (alkoholfreien) Bar. Ich war bei der AG Läder und später der AG Mü dabei. Speziell war auch die AG Live, bei der ich zuletzt mit dabei war - mehrere Konzerte jährlich. Mit dabei vom Demotape hören, Bands auswählen und einladen, über Soundcheck bis zum Konzert - das machte Spass.
Kurzweilig war auch die Erstellung und Verteilung der legendären Plakate. Einige Muster:



Schiesssport
Bereits während der Oberstufe besuchte ich einen 13 Abende dauernden Schiesskurs in Luftpistolenschiessen. Diese Grundlage brachte mir fürs spätere Sturmgewehrschiessen (Jungschützenkurs) im Ortsverein (Schützengesellschaft Dörflingen SGD) viel.
Einige Jahre war ich dann in der SGD selbst Jungschützenleiter. Später erstellte ich eine erste Website. Der Nachfolger wird auch heute noch von mir betreut.

Eidg. Schützenfest Winterthur 1990
Eidg. Schützenfest Winterthur 1990, rechts bin ich, neben mir Philipp



Motorrad
Nach dem Töffli fuhr ich eine Yamaha DT 50ccm. Diese Führerschein - Kategorie war gleich in der Autoprüfung enthalten. Sie war zwar auf 40km/h gedrosselt aber trotzdem ein kleines Stück näher am Motorrad als ein Töffli.
Als dann leider die Ölpumpe für das Zweitaktöl einige Zeit ausfiel erwarb ich die modernere und viiiel schnellere Yamaha DT 125ccm. Hier war dann aber auch eine zusätzliche Führerscheinkategorie nötig. Damals noch freiwillig besuchte ich zudem einen Kurs. Den Tank färbte ich neu ein.

Nach dem Umzug nach Zweidlen verkaufte ich die DT, da Iris eine Honda Custom 125 hatte - etwas langsamer, dafür viel bequemer, schöner und gemütlicher. Diese dient auch heute noch als Zweitfahrzeug. Auch die Kinder fahren gerne mit - mittlerweile auch schon mal selbst.

Militär
Nach der Lehre kam der Marschbefehl: Als PAL (Panzerabwehrlenkwaffensoldat) im Welschland. Hier wurde ich Fahrer eines Pinzgauers.
Später wurde ich umgeschult zum Motf Masch beim Bundeslöschzug - eine militäreigene Feuerwehr. Mittlerweile durfte ich alles wieder abgeben - bereits zu alt...

PLF
2 Tonnen Pulver!



Das erste Auto
Eigentlich gehörte es ja meiner Mutter - für mich ist es auch mein erstes Auto (1991). Ich bekahm es ab und zu. Ein Opel Kadett Sport, mir Rennsitzen und so. CB - Funk baute ich auch noch ein. Mein wirklich eigenes erste Auto war ein Opel Corsa.

Job
Kurze Zeit arbeitete ich nochmals im Lehrbetrieb und trat dann die Stelle als Betriebselektriker im Kraftwerk Eglisau-Glattfelden an, wo ich über 25 Jahre arbeitete.

Kraftwerk Eglisau
Kraftwerk Eglisau 1920

Im Januar 2018 trat ich eine Stelle als Elektrotechniker beim kantonalen Tiefbauamt ZH an. Hier sind wir zuständig für die Instandhaltung und Störungsbehebung an den Nationalstrassen in der Gebietseinheit GEVII des ASTRA. Dieses Gebiet zieht sich von Bargen um den Zürichsee und von der Kantonsgrenze TG bis knapp nach Zug und bis Dietikon, wobei die Region SH ein eigenes Technikerteam hat (ca. 320 Kilometer Autobahnenn / Autostrassen, 22 Tunnel von insgesamt 50 Kilometer Länge, über 10000 km Kabelanlagen).
Mein Fachbereich ist speicherprogrammierbare Steuerungen SPS.

Familie
Ab 1992 war ich mit Iris zusammen - ich hätte nie gedacht, dass ich später (1995) eine Dörflingerin heirate - so zu sagen über den Miststock... obwohl: Sie kommt aus Neudörflingen...
Wir zogen in ein Reihenhaus in Zweidlen, direkt neben meinem früheren Arbeitsort.
1995 kam Lara zur Welt, 1998 Simon.

Hobbys
Nebst etwas Sport (E-Bike fahren, Vitaparcour, usw.) bin ich im Feuerwehrpikett-Verein und in einem Sternwartenverein tätig. Ausserdem arbeite ich bei "Internetprojekten" mit - ich erstelle und pflege unter anderem Internetauftritte inklusive speziell zugeschnittenen Applikationen.